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Kranichqigong und mehr.

Was verbindet den Kranich mit Qigong? Kranichqigong!

In den letzten Jahren habe ich für mich zwei Leidenschaften gefunden, die eng miteinander verbunden sind: Qigong und Kraniche.
Auf der Suche nach Möglichkeiten der Selbsthilfe, um meinem angeschlagenen Gesundheitszustand abzuhelfen, lernte ich Qigong kennen. Diese vor zirka 4000 Jahren entwickelten und praktizierten Übungen führten dazu, dass ich allmählich zu Ruhe und Gelassenheit zurückfand.
In die Zeit des Ringens um meine Gesundheit mit Hilfe von Qigong fiel die Begegnung mit den Kranichen am Langenhagener See in Mecklenburg. Sie flogen laut rufend, einzeln oder im Schwarm über mich hinweg und hatten es mir sofort angetan. Mit der Ornithologie beschäftigte ich mich bereits während meines Studiums, doch so hatte mich noch kein Vogel zuvor gefangen genommen. Ihre wache Offenheit, kraftvolle majestätische Haltung, die Ruhe und Gelassenheit im Wechsel mit ihrem übermütig anmutenden Tanz strahlten enorme Lebensfreude aus und inspirierten mich sofort.
Bei meiner Suche nach einer Verbindung zwischen Qigong und dem Kranich fand ich das Qigong des "Fliegenden Kranich". Als ich es erlernte, erkannte ich das Verhalten der Kraniche in den Übungen wieder.
Die Bewegungen des "Fliegenden Kranich" sind langsam, rund, weit, mühelos fließend und elegant und werden durch die Vorstellung, die Atmung und die Körperhaltung unterstützt. Die Übungen haben einen hohen Anspruch. Sie gehen davon aus, dass der Übende sich durch systematisches, regelmäßiges Praktizieren, in den Kranich hineinversetzen kann, sich zunehmend "wie ein Kranich fühlt".
Mit dem Kranich verbindet sich dann auch die Sehnsucht nach Leichtigkeit, zwangloser Entspannung, Freude an der Bewegung.
Das Üben des Qigong des "Fliegenden Kranich" besonders in der Umgebung der Vögel ist für mich immer wieder ein einzigartiges Erlebnis. Die Bewegungen werden dabei allmählich weicher, mühelos und fließend. Ein Gefühl von Weite und Entspannung breitet sich aus. Der Brustkorb wird frei. Diese Übungen stärken unter anderem die Lunge und "öffnen das Herz". Es entsteht ein Gefühl tiefer Verbundenheit mit dem Kranich.
Jedes Jahr im Oktober ist deshalb für mich "Kranichzeit" zwischen Pruchten und Groß Mohrdorf, ob an der Ablenkfütterung in Günz oder bei Nebel in Dabitz.
Es heißt in der ostasiatischen Mythologie, dass der Gott der Langlebigkeit mit und auf dem Kranich gereist sei. Der Kranich ist in Ostasien ein Sinnbild für Langlebigkeit, meditativer Ruhe, Geschmeidigkeit und Glück.
Sicher beschäftigten sich auch deshalb Eremiten intensiv damit. Ihre und unsere Philosophie, als Mensch ein Teil der Natur zu sein, lässt den Schluss zu, dass sie durch das Studium der Lebensweise der Kraniche auch ihr Leben zu verlängern gedachten.
Sie beobachten, imitierten wahrscheinlich zunächst deren Bewegungen und fühlten sich zunehmen in sich und sie ein, "wurden zu Kranichen" und begründeten damit das Kranichqigong.




Dieser Text erschien im fabelhaften Fotokalender "Kraniche 2013" von Carsten Linde, dem Fotografen und Ranger.

Carsten Linde und Jochen Herting machen wunderbare Kranichfotos und veröffentlichen jedes Jahr einen Kalender mit wunderschönen Fotos und Postkarten: www.kranichfreunde.de



Sinnbild für Langlebigkeit und Ruhe im Qigong
Im "Göttinger Tageblatt" schrieb Katharina Klocke einen Artikel, in dem das Kranichqigong ebenfalls Erwähnung findet. Hier kann man den Artikel nachlesen (Link öffnet in neuem Fenster)



Qigong - Informationen und Interessantes
Foen Tjoeng Lie - einer meiner Lehrer hat schon mehrere interessante Bücher veröffentlicht. Darunter auch "Wissenswertes vom Qigong".